Frauenpower in der IT

Katrin und Tanja, zwei unserer weiblichen Softwareentwickler im Interview über Berufsfindung und den Arbeitsalltag in einem von Männern dominierten Beruf.

Frauen in der IT-Branche sind Mangelware. Unter den Befragten der Studie trendence Graduate Barometer 2013 – IT Edition waren nur knappe 20 Prozent weiblich. Obwohl damit im Vergleich zum Vorjahr ein Anstieg von 1,7 Prozent zu verzeichnen ist, sind Frauen immer noch in der Minderheit.

Dabei waren die ersten Programmierer der Welt weiblich. In den USA galt Software-Entwicklung früher sogar als Frauenberuf. “Programmieren ist wie Abendessen vorbereiten”, meint Grace Hopper, eine der Pionierinnen der Informatik. “Man muss vorausplanen und alles so terminieren, dass es fertig ist, wenn man es braucht. Das geht nur mit Geduld und dem Blick für Details. Frauen sind Naturtalente im Programmieren.” Hopper arbeitete an der Uni Harvard mit dem ersten vollelektronischen Rechner der Welt, dem Mark I. Später benannte sie den Computer-Bug, erfand den Compiler und entwickelte die erste Programmiersprache, die mit umgangssprachlichen Worten funktioniert.

Kein Wunder, dass es so wenige Frauen in der IT gibt: rosa Laptop, Katzenfotos auf Facebook, keine Ahnung von tausend Knöpfchen – so denken viele Männer immer noch über Frauen und Computer. Dass die Realität schon längst eine andere ist, wissen zumindest bereits die männlichen Kollegen bei SINTEC, denn hier findet man mehr als nur eine Handvoll Frauen, die nach Belieben mit Bits und Bytes jonglieren können.

Zwei davon haben aus dem Nähkästchen geplaudert:

katrin-thumbKatrin, C++/ VB .NET-Entwicklerin im Projekt für Siemens, und

 

tanja-thumbTanja, die im Inhouse-Team Java-Projekte bei Siemens oder Frenzelit begleitet.

Wie hat sich euer Wunsch nach einem Job in der IT ergeben?


katrin-thumbKarin: Eigentlich habe ich mir da nie groß Gedanken darüber gemacht. Mathe war schon immer mein Lieblingsfach und daran dann ein Informatik-Studium zu setzen, war für mich eigentlich ganz logisch.


tanja-thumb Tanja: Bei mir war es nicht ganz so klar. Zwar haben mir die Naturwissenschaften schon immer gut gefallen, aber die Entscheidung zur Informatik-Ausbildung habe ich eher aus Zufall getroffen. Und dann kam der große Kulturschock – nach der Mädchenschule auf die Siemens Technik-Akademie und noch dazu der Schritt von der Kleinstadt nach München. Interessanterweise waren aber speziell in meinem Ausbildungszweig schon damals mehr Frauen als Männer und auch später im Bioinformatik-Studium war die Quote im Vergleich zu anderen Informatik-Studiengängen recht hoch.

Findet ihr es als Frau schwerer oder leichter in der Männerdomäne?


katrin-thumbKarin: Für mich gibt es hier keine großen Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Schwarze Schafe gibt es überall und im Prinzip kommt es einfach darauf an, seinen Job gut zu machen und miteinander zu reden. Vielleicht tun sich manche Männer schwerer damit, mit einer Frau in dem Umfeld zu arbeiten, aber das hat sich bei mir eigentlich in relativ kurzer Zeit gegeben. Mich nervt es eher, dass das Ganze überhaupt thematisiert werden muss. Meiner Meinung nach sollte es als ganz normal betrachtet werden, dass Frauen in der IT arbeiten – weil es ja auch so ist.


tanja-thumb

Tanja: Auch mir war es am Anfang gar nicht so bewusst mit der Männerdomäne. Liegt vielleicht daran, dass viele meiner Freundinnen auch in Männerberufen arbeiten. Abgesehen davon sind Frauen in der Softwareentwicklung sowieso ein eigener Schlag. Typische Mädchenmacken sind hier eher out und sollten sie doch vorhanden sein, gewöhnt man die sich ganz schnell ab. Aber ich habe schon festgestellt, dass sich Männer anfangs damit schwer tun und meinen, einen nicht sofort ernst nehmen zu müssen. Wenn man sich aber erstmal bewährt hat mit guter Fachkompetenz, ist das Eis schnell gebrochen und ab da läuft alles unkompliziert.

Welche Tipps habt ihr für junge Frauen, die sich für diesen Berufszweig entscheiden?


Beide: ja nichts persönlich nehmen! (lachen)

tanja-thumbTanja: Am wichtigsten ist es, sich ein dickes Fell zuzulegen und von Anfang an nichts gefallen zu lassen. Auch sollte man nicht auf den Mund gefallen sein – zuviel Schüchternheit ist nicht sehr förderlich, sondern es ist wichtig, Position zu beziehen und sein Licht nicht unter den Scheffel zu stellen. Dazu neigen wir Frauen leider manchmal.

Was reizt euch besonders an euren Aufgabengebieten?


katrin-thumbKarin: Der Reiz liegt für mich daran, etwas Neues zu gestalten, was es bislang noch nicht gab. Ich entwickle Sensoren für Überwachungsanlagen und es ist ein tolles Gefühl, an einem neuen Produkt beteiligt zu sein.


tanja-thumbTanja: Das ist auch bei mir der Punkt. Dazu kommt ein hohes Maß an Kreativität, denn in der Softwareentwicklung gibt es viele Nuancen und man kann immer etwas Neues ausprobieren. Und auch, wenn manche Codeschnipsel nicht zum Einsatz kommen, war die Arbeit nicht umsonst, weil man sie vielleicht für andere Projekte gebrauchen kann.

Und noch zum Abschluss: Wie gefällt euch euer Arbeitsumfeld im Allgemeinen?


katrin-thumbKarin: Mir gefällt es sehr gut, die Kollegen sind sehr nett und freundlich, das Arbeitsklima ist angenehm und ich kann mich genauso einbringen, wie ich es mir vorgestellt habe.


tanja-thumbTanja: Das Arbeitsumfeld ist total locker und nett, die Kollegen sind super hilfsbereit und ich habe gleich am Anfang alle Arbeitsmittel schnell und unkompliziert bekommen. Somit war der Einstieg bei der SINTEC echt angenehm und ich fühle mich sehr wohl.

Vielen Dank für das nette Gespräch.


Ergänzende Informationen: Frauenpower in der IT

Smarter_Mittelstand_5
/von

SINTEC auf der Messe Smarter_Mittelstand – Digitalisierung 4.0

Als Aussteller besuchten wir die Messe "Smarter Mittelstand - Digitalisierung 4.0" in der Meistersingerhalle in Nürnberg, wo interessante Informationen zur Digitalisierung in mittelständischen Unternehmen ausgetauscht werden konnten. Unser Business Development Manager Dirk Kühnert vertrat SINTEC mit einem Fachvortrag zum Internet of Things.
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