Erfolgsfaktoren der Digitalisierung

Industrie 4.0 zum Anfassen: Aus der Praxis für die Praxis – 6 Erfolgsfaktoren der Digitalisierung von Industrieunternehmen

Die digitale Uhr tickt unaufhaltsam – diese Punkte gehören auf jede Manager Agenda!

Die Macher von „Pokémon Go“ haben es uns gerade gezeigt: die Digitalisierung ist eine Revolution. Für Unternehmen bedeutet dies, sich auf strategischer Ebene mit modernen Märkten, veränderten Geschäftsmodellen, Lebens- und Arbeitswelten auseinanderzusetzen und somit selbst eine Transformation hin zu digitalen Geschäftsmodellen zu vollziehen. Das fängt damit an, mit dem Kunden zu interagieren und beeinflusst nicht nur fundamental die operativen Geschäftsprozesse. Es beinhaltet auch den Kampf um die Nutzungsrechte der zig Millionen Daten, die mit der Einführung von Industrie 4.0 im Unternehmen entstehen.

Erfolgsfaktor der Digitalisierung: Einbindung der externen Kundenschnittstellen

Die Studie Smarter Services 2016 belegt, dass vor allem diejenigen Unternehmen schneller, flexibler und einfacher handeln können, die ihre Schnittstellen nach außen in ihre Industrie-4.0-Roadmap integrieren. Diese sog. „Good Practices“ verfügen zu einem sehr hohen Prozentsatz über digitale und damit automatisierbare Schnittstellen zu ihren Kunden. Dadurch optimieren sie den Informations- und Warenfluss vom Kunden über das eigene Unternehmen bis hin zum Lieferanten und zurück.

Erfolgsfaktoren der Digitalisierung: Einbindung der externen Kundenschnittstellen

Auszug aus der Studie Smarter Services 2016 – Digitalisierung der Kundenschnittstelle (Split nach den vier Unternehmenstypen Good Practices, Technologen, Marketeers und Bewahrer): Auf einem hohen Level bewegt sich die Digitalisierung bei den Good Practices in den Funktionsbereichen Vertrieb, Angebotsbearbeitung und Aftersales.
(Quelle: SINTEC Informatik GmbH, Studie „Smarter Services 2016“)

Der Erfolg von ganzheitlicher Digitalisierung drückt sich in mehr Produktivität, höherer Verfügbarkeit, gestiegener Kundenzufriedenheit und positiver Online Resonanz aus. Traditionell geprägte Unternehmen müssen sich verändern, um agile und innovative Geschäftsmodelle einführen und erfolgreich nutzen können. Sie müssen sich digital transformieren.

Aus den Erkenntnissen der Smarter Services 2016 gibt es sechs (überlebens)wichtige Erfolgsfaktoren, die auf die digitale Agenda eines jeden Unternehmers, Entscheiders, Einflußnehmers oder Stakeholder gehören:

1. Erfolgsfaktor der Digitalisierung: Wagen Sie eine objektive Selbstscheinschätzung, um die Chancen der Digitalisierung effizient zu nutzen!

Unternehmen, die ihre bestehende Lücke zwischen subjektiver Innensicht und objektivem IST bezogen auf den Status ihrer digitalen Transformation geschlossen haben, sind erfolgreicher.

2. Erfolgsfaktor der Digitalisierung: Nutzen Sie flexible Microservices und andere Webtechnologien als Wachstumstreiber!

Microservices gewinnen immer mehr an Bedeutung, weil sie Best Practices zur Skalierung von Softwareentwicklung sind: durch Microservices ist es wesentlich einfacher, Änderungen im Deployment vorzunehmen, schneller neue Funktionalitäten bereitzustellen oder neue Technologien einzuführen.

Der Rest des Systems bleibt davon unberührt und läuft stabil weiter. Zudem eignen sie sich speziell für datenintensive IT-Szenarien, die über mobile Web-Applikationen zugänglich gemacht werden können.

Damit sind die Rahmenbedingungen gegeben, bestehende monolithische IT-Systeme flexibel zu machen und innovative Themen wie digitale externe Schnittstellen umzusetzen. Wer die Relevanz neuer Technologien frühzeitig erkennt und nutzt, wird mit neuen Geschäftsmodellen schnell erfolgreich sein.

3. Erfolgsfaktor der Digitalisierung: Brechen Sie Silos auf und setzen Sie mit Design Thinking den Grundstein für Veränderung!

Im Unterschied zu vielen anderen Kreativitäts- und Management-Methoden schafft Design-Thinking von Anfang an konkrete Ergebnisse, da Prototypen entstehen, die ständig von verschiedenen Personen verifiziert werden können. Aus dem initialen Prototyp wächst so in jeder Feedback-Schleife ein Organismus, der nicht nur aus Technik besteht, sondern auch aus dynamischen Prozessen, die der Technik zugrunde liegen.

Unabdingbar ist es an dieser Stelle, von Netzwerken zu profitieren und konsequenten Wissensaustausch über die eigenen Abteilungs- oder Unternehmensgrenzen hinaus zuzulassen. Ist der verantwortliche Manager Teil des Design-Thinking-Teams, kommt Silo-Denken gar nicht erst auf. Dynamische Lernprozesse im Rahmen des Design Thinkings stellen sicher, dass andere Ergebnisse entstehen als im herkömmlichen Sinn. Design-Thinking, das mittelfristig nicht die Prozesse und Tools im Unternehmen verändert und ein festes Rollenverständnis der Mitarbeiter („Ich bin nur für den IT-Betrieb zuständig!“) auflöst, ist verbranntes Geld.

4. Erfolgsfaktor der Digitalisierung: Führen Sie die DevOps Philosophie ein und etablieren Sie Innovationsprozesse!

Softwareentwicklung nach agilen Prinzipien wird seit vielen Jahren praktiziert. Doch Scrum und Konsorten spielen ihre Vorteile erst in Kombination mit einer konsequent agil aufgestellten Betriebsmannschaft aus.

DevOps bedeutet einen Wandel hin zu einer Kultur, in der jeder Entwickler die Belange des Betriebs im Code mit berücksichtigt, während jeder Administrator Tools aus der Software-Entwicklung ganz alltäglich einsetzt. Auf diese Weise wird der Graben zwischen Entwicklung und Betrieb schrittweise kleiner und jeder profitiert von gelebter Offenheit und Wissensaustausch.

5. Erfolgsfaktor der Digitalisierung: Profitieren Sie von Rapid Prototyping und einer hohen Fehlertoleranz!

Vielfach werden Prototypen als überflüssiger Luxus angesehen oder Vorstudien (sog. POCs, Proof of Concept) absichtlich zum Wegwerfen konstruiert. Vom Rapid Prototyping Ansatz profitieren Sie dann konkret, wenn Sie gleich mit der endgültigen Technologie starten und den Prototypen als MVP (Minimum Viable Product) auszulegen. Diese aus der Lean Startup-Welt entliehene Vorgehensweise führt im Zusammenspiel mit dem DevOps-Entwicklungsansatz zu einem für alle Beteiligten sehr viel entspannteren Projektverlauf und minimiert somit gleichzeitig das Projektrisiko. Schätzen Sie zunächst dynamische Lerneffekte statt monetärer Ergebnisse!

6. Erfolgsfaktor der Digitalisierung: Werden Sie schneller mit Pilotprojekten!

Eine wesentliche Bedeutung für innovative Unternehmen kommt den Pilotprojekten zu, über die extrem wichtige Feedback-Information von ausgewählten Kunden gewonnen werden können. Je mehr Pilotprojekte durchgeführt werden, desto mehr verlässliche Informationen bezüglich Akzeptanz, Wirtschaftlichkeit und evtl. bestehenden technischen Inkompatibilitäten auf Kundenseite können in die Produktentwicklung zurückfließen.

Große Unternehmen können dabei viel von der StartUp-Szene lernen, wo maximale Ergebnisse mit minimalem Aufwand erreicht werden müssen. Nur wenn ein erfolgreiches Pilotprojekt seine Grundlagen (Projektorganisation, Continuous Deployment/Delivery/Testing, Feedback-Kultur, …) in das Tagesgeschäft zurückspielen kann, findet tatsächlich ein Wandel statt. Dabei hilft es, die Wechselwirkungen zwischen dem Erfolg des Piloten und dem Erfolg der Firma anhand geeigneter KPIs zu beleuchten.

Fazit:

Die Digitalisierung und somit Industrie 4.0 als Ganzes ist eine Revolution. Nicht in ihrer Geschwindigkeit, aber in ihrem Ausmaß. Nur wer seine Hausaufgaben macht und entsprechende Ressourcen bereitstellt oder sich kompetente Partner ins Boot holt, wird diese Revolution erfolgreich überstehen.

Der SINTEC Weg beschreibt an dieser Stelle den idealen Entwicklungspfad für die digitale Transformation. Die vier Phasen schließen das Benchmarking der Digitalisierung, die Ableitung von konkreten Handlungsempfehlungen, die Konzeption innovativer Prozesse, Produkte und Services sowie deren Implementierung und Betrieb ein.

Jede Phase kann unabhängig von den anderen Phasen durchgeführt werden. Die Ergebnisse jeder Phase sind auch ohne die weitere Zusammenarbeit mit SINTEC nutzbar.

Interessieren Sie sich für die Bausteine des SINTEC Wegs oder die Smarter Services Studie?

Welche Voraussetzungen und Rahmenbedingungen hierfür gegeben sein müssen, erfahren Sie im Beitrag „Darum steigern 24% der Unternehmen aus der deutschen Industrie mit Industrie 4.0 ihren Unternehmenserfolg signifikant“  unserer Artikelserie „Industrie 4.0 zum Anfassen“.

Bildquelle: Fotolia #116556958 | Urheber: lumenphotos

Smarter_Mittelstand_5
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SINTEC auf der Messe Smarter_Mittelstand – Digitalisierung 4.0

Als Aussteller besuchten wir die Messe "Smarter Mittelstand - Digitalisierung 4.0" in der Meistersingerhalle in Nürnberg, wo interessante Informationen zur Digitalisierung in mittelständischen Unternehmen ausgetauscht werden konnten. Unser Business Development Manager Dirk Kühnert vertrat SINTEC mit einem Fachvortrag zum Internet of Things.
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